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Mehr Chancen zur politischen Mitarbeit bieten - Migrant*innen den Einstieg in die SPD erleichtern

Migrant*innen soll der Einstieg in die Parteiarbeit erleichtert und gleichzeitig die Attraktivität der Jusos für diese Gruppe vergrößert werden. Hierfür soll der Unterberzirksvorstand der Jusos Region Hannover, in Zusammenarbeit mit dem AK-Internationales ein zweiteiliges Programm für das Jahr 2017 in Angriff nehmen. Des Weiteren soll das Programm zunächst als Pilotprojekt vor allem auf spanischsprachige Migrant*innen beschränkt werden und bei Erfolg auf andere Sprachen ausgeweitet werden.

Phase 1

 

In einem ersten Schritt muss es darum gehen, auf die Arbeit der SPD und insbesondere auch der Jusos aufmerksam zu machen. Hierfür soll ein spanischsprachiger Juso-Flyer ausgearbeitet werden, der insbesondere über Themen, die im Zusammenhang mit dem Arbeitnehmerrechten in  Deutschland stehen, informiert. Viele Spanier*innen die zum Arbeiten nach Deutschland ziehen kennen sich häufig mit dem hiesigen Arbeitsrecht nicht aus und werden deswegen häufig von ihren Arbeitgeber*innen benachteiligt oder ausgenutzt. Des Weiteren soll auf diesen Flyern eine Kontaktmöglichkeit (z.B. eine Mail Adresse) stehen, die von spanischsprachigen Genoss*innen betreut wird. Diese Flyer sollen in einer Verteilaktion gezielt an spanischsprachige Haushalte verteilt werden.

Mit diesem Flyer soll also einerseits allgemeine Information vermittelt und auf die Arbeit der Jusos verwiesen werden und andererseits soll eine erste Kontaktmöglichkeit mit uns Jusos angeboten werden.

 

Phase 2

 

In einem zweiten Schritt soll es nun darum gehen die Bindung an die Jusos durch sowohl informative, als auch gesellige Veranstaltungen zu vertiefen. Eine Möglichkeit wäre eine Veranstaltung in spanischer Sprache (alternativ auf Spanisch und Deutsch) unter Schirmherrschaft der Jusos, die zunächst über unsere politische Arbeit und unsere Ziele informiert. Anschließend könnte es eine Podiumsdiskussion geben, zu denen Vertreter*innen aus Politik, Gesellschaft und  Wirtschaft eingeladen werden. Auch bei dieser Veranstaltung kann das Arbeitsrecht im Mittelpunkt stehen. Die Referent*innen sollten das Spanische nach Möglichkeit beherrschen. Genauso sind Veranstaltungen in einem eher geselligen Rahmen möglich, z.B. ein gesonderter Neumitgliederabend.

 

Begründung:

Die Migration aus Süden Europas nach Deutschland hat eine große Tradition. Bereits in den 60er und 70er Jahren kamen viele Gastarbeiter*innen aus Spanien nach Deutschland und in Hannover gibt es noch immer eine große spanischsprachige Community bestehend aus den Nachkommen dieser Gastarbeiter*innen. Seit der Wirtschafts- und Finanzkrise, die insbesondere in Spanien für eine hohe Jugendarbeitslosigkeit verantwortlich war, kommen vermehrt sowohl gut ausgebildete junge Akademiker*innen und neuerdings durch Ausbildungsprogramme auch junge Auszubildende aus Spanien nach Hannover. In Hannover z.B. gibt es das Projekt „Adelante“ der Caritas, das jungen Spanier*innen eine Ausbildung in Hannover organisiert. Die neuen Migrant*innen sind oftmals, bedingt durch sprachliche Schwierigkeiten isoliert und freuen sich über neue Kontaktmöglichkeiten in ihrer neuen Heimat.

 

Welches Potential diese Personengruppe bietet wurde z.B. von den Zeugen Jehovas bereits erkannt. Spanischsprachige Zeugen Jehovas durchstreifen seit einigen Monaten Hannover, verteilen  spanische Flyer an spanischsprachige Haushalte und sprechen diese auch direkt an. Es ist natürlich sehr bedauernswert, dass gerade eine solche Sekte versucht, diese Personengruppe anzusprechen. Umso nötiger ist es, dass die Jusos eine Alternative zu dieser Sekte bieten und spanischsprachige Migranten direkt ansprechen, um ihnen die Möglichkeit zur politischen Mitarbeit zu geben.