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Laatzens Jusos fordern Strategiedebatte und stärkere Einbindung der Ortsvereine

Laatzen. Da haben sich die Laatzener Jusos ja etwas vorgenommen: „Gemeinsam möchten wir uns dafür einsetzen“, schreibt deren Vorsitzender Ali Reza Sakhizada, „dass die SPD wieder Visionen für die Gesellschaft entwickelt und dadurch die stärkste politische Kraft in Deutschland wird.“

Wie das funktionieren soll? Laatzens Jusos haben eine Internetkampagne gestartet, die, so Sakhizada weiter, einen grundlegenden Wandel in der SPD anstoßen soll. Mittel zum Zweck sind zwei Anträge, in denen der Laatzener Parteinachwuchs zum einen die Forderung nach einer offenen Strategiedebatte innerhalb der SPD und zum anderen die nach einer dauerhaften Beteiligung der Parteibasis an parteiinternen Entscheidungsprozessen durch ein Online-Antragssystem aufstellt.

Beide Anträge sind seit dem 4. April auf www.jusoslaatzen-vision.de zu finden. Seitdem haben deutschlandweit alle SPDOrtsvereine die Möglichkeit, die Kampagne öffentlichkeitswirksam zu unterstützen. Man stehe, so Sakhizada, in Kontakt mit Genossinnen und Genossen, die die Anträge in ihren Ortsvereinen zur Diskussion stellen werden. Die Jusos konstatieren auf ihrer Internetseite, dass sich die SPD aktuellen Umfragen zufolge in der Wählergunst weiterhin bei 25 Prozent bewege, der aktuelle Kurs der Partei folglich offenbar nicht von Erfolg gekrönt sei. Vor diesem Hintergrund solle in den Ortsvereinen dezentral eine Debatte über den künftigen Kurs der Partei angestoßen werden.

Zudem fehle es den Ortsvereinen der Partei an einer einfachen Möglichkeit, politische Entscheidungen auf höheren Parteiebenen direkt zu beeinflussen. In den Augen der Laatzner Jusos könnte das von ihnen entwickelte Online-Antragssystem diese fehlende Möglichkeit für die Ortsvereine sein, gemeinsam auf Entscheidungsprozesse innerhalb der Sozialdemokratie einzuwirken.